Das Wetter war grandios, der Platz war Spitze und wir haben das Klassenziel erreicht. Hier die Ergebnisse im einzelnen.

Beginnen wir mit den beiden Top-Scorern (86): So hat Karl-Heinz Seidel den Sack nach unten mit 3 Doppelbogeys nicht ganz zumachen können, aber dafür mit 7 Pars dagegengehalten.

Ganz ähnlich Wolfgang Rump, der seine 2 Doppelbogeys mit 6 Pars repariert hat. Des Golfers Freude durch Birdies sollte jedoch anderen vorbehalten bleiben.

Volker Herrmann spielte im Flight hinter mir und kam deprimiert an Loch 9 an und meinte schweißgebadet, dass er so eine katastrophale erste Runde (49) noch nie gespielt habe. Gut gelaunt, aber ratlos riet ich, mit einem Knuff auf den Oberarm, trotzdem um jeden Schlag zu kämpfen. Angekommen an Loch 19 traute ich meinen Ohren nicht: mit sechs Pars und drei Bogeys lieferte er die beste back nine (39!) der Mannschaft ab.

Michael Wörzens gute Laune kam eher von schlechten Spiel seiner beiden Gegner, denen er bis zu Loch je vier Schläge abgenommen hatte. Ein Monster-Putt über 15 Meter an der 17 bescherte ihm noch unverhofftes Birdy und reihte ihn in die 88er-Gruppe ein.

Reinhold Hirning, am Tag zuvor noch eine 81er Runde scorend, drosch an Loch 1 mit seinem Holz 3 den zweiten Schlag ins Unterholz hinterm Grün und wühlte sich dort mit einer 8 ins Loch. Au weia! Man stelle sich seinen Hals vor! Aber nach zwei Löchern hatte er sich wieder erholt und kämpfte sich mit drei Pars und einem Birdy ins Spiel zurück. Mit zwei 44er-Runden war er denn ebenfalls mit einer 88 dabei.

Auch Dieter Harr eröffnete mäßig mit einer 6, brachte aber, dank einem Birdy an Loch 8, noch eine 41 ans Halfway-House, aber ein Quadruppelbogey auf der 17 katapultierte seinen Score auf 88.

Die konstanteste Schläge notierte Dieter Keppler mit 13 Bogeys und egalisierte die kleineren Schwankungen nach unten mit einem Birdy an Loch 3 und karrte die fünfte 88 für die Mannschaft in die Scheune.

Die beiden Ausreißer nach oben lieferten zwei Spieler, die eigentlich gar nicht spielen wollten bzw. nicht sollten: Jan Zimmer "beschenkte" sich mit einer 94 an seinem Geburtstag (und ich vermute, er hätte an diesem Tage lieber zu Hause gefeiert) und Viktor Stroppa musste kurzfristig für den erkrankten Werner Betsch einspringen. Viktor war eigentlich mit 4 Pars ganz gut dabei, aber eine zehn an Loch 16 hat ihn dann doch aus dem Rennen geworfen.

Alle diese Ergebnisse nahm Bruno Reiter, unser Captain, mit dem Cart seine Spieler auf der Runde betreuend, noch etwas blass um Nase und noch etwas ausgedünnt, mit seinem Blick (einer Mischung aus Optimismus und das Schlimmste befürchtend) entgegen. Mit jeden eintrudelnden Ergebnis an Loch 19 sah er seine Mannschaft, sich vom Abgrund des Abstiegs wegbewegen, ja sogar die Konkurrenten Langenstein und Alpirsbach überholen. Die Anwesenheit des Captains und die Angst vor der Blamage eines Abstiegs in die "Holzklasse" veranlasste die Mannschaft zu einer kompakten und der besten Leistung der Saison (2 x 86 und 5 x 88). Sie wurde mit einem Platz 2 in der 3. Liga belohnt. 

Gratulation und Dank an alle, die vor und hinter den Kulissen zu diesem Erfolg und vor allem zu der Freude am Mannschaftsgolf in der Senioren II beigetragen haben.

MW

In diesem Ligaspiel ging es für uns vor allem darum den Abstand zu den knapp vor uns liegenden Alpirsbachern (16 Schläge) nicht größer werden zu lassen um die Chance auf den Klassenerhalt beim abschließenden Heimspiel (10.Sep) zu wahren.

Wir haben gekämpft wie die Löwen und dabei 5 Birdies und 30 Pars versenkt, uns aber im Eifer des Gefechts eben auch im Rough verirrt. Mit Ausnahme von Reinhold Hirning haben sich alle mindestens einen Tripplebogey eingefangen. So wäre Jan Zimmer mit 1 Birdy und 4 Pars ganz gut im Geschäft gewesen, wenn er sich nicht 2 Trüffelbogeys geleistet hätte. Dieter Harr hatte nach 86 Schlägen und 17 Löchern noch so viel Kraft, mit 9 Schlägen die Mahd des gesamten rechten Roughs zu übernehmen mit einer 95 gerade noch in die Wertung zu retten. Am schlimmsten aber erwischte es Helmut Schuy, dem nach einer überdurchschnittlich guten Front-Nine (46) der Platz auf den Fairways zu eng wurde, womit seine Scorecard um ein Quadrupple- und Pentubble-Bogey erweitert wurde. Karl-Heinz Seidel überzeugte mit 6 Pars als eingesprungener Captain so zuverlässig wie Wolfgang Rump mit 5 Pars. Aber letzterer ließ sich von dem kerzengeraden Par 5 auf der 18 dazu verführen, sein längstes Holz auszupacken und seinen Ball vom Winde in Rough verwehen zu lassen. Dummerweise hatte gerade dort Dieter Harr nich nicht gemäht.

Top-Scorer Werner Betsch hatte sich nach seiner schlimmen 99 in Liebenstein mit einer sehr guten 86 wieder zurückgemeldet und als einziger sein Handicap verbessert. Der CSA-Wert lag bei +3!) Werner Keppler konnte ganz gegen seine Gewohnheiten kein einziges Par erzielen und schleppte sich denn auch reichlich gequält von diesem "anstrengenden und langweiligen Platz" ins Clubhaus.

Nach dem Duschen und Frisieren mit der clubeigenen Bürste wurde im schmucken Clubhaus ein kräftigendes warmes Essen mit viel Kartoffelsalat serviert und das "Beste Bier der Welt" serviert.

Die Stimmung hellte sich rasch wieder auf, nachdem fast jeder das Hauptziel erreicht hatte: dem unmittelbaren Gegenspieler aus Alpirsbach ein paar Punkte abzunehmen. Und so warteten wir gespannt auf die Siegerehrung. Nach der ersten Annoncierung - welcher Schock! - wurden wir auf Platz 4 des Tages angekündigt.

Unsere "Das-kann-aber-nicht-sein!-Zwischenrufe" veranlassten den Gastgeber, eine erneute Addition vorzunehmen. In der zweiten Bekanntgabe lagen wir plötzlich auf Platz 1 (des Tages), was uns zwar sehr gut gefiel, nicht jedoch den anderen, die sich nun lautstark bemerkbar machten.

Schlussendlich hatten wir mit Niederreutin zusammen den Tagessieg (+134 Schläge über PAR) und in der Gesamtwertung mit nur noch 9 Schlägen Rückstand auf Alpirsbach (Platz 3) eine lösbare Aufgabe für unser Heimspiel am 10. September.
MW

Ansprechpartner

Captain

Achim Warnke