Information Eichenprozessionsspinner

19.07.

Information Eichenprozessionsspinner

Liebe Golferinnen und Golfer,
auf unserer Golfanlage wurden an den Eichen Gespinste des Eichenprozessionsspinners festgestellt. Die Raupen bzw. deren Brennhaare stellen eine gesundheitliche Gefahr dar. Meiden Sie daher befallene Bereiche und berühren Sie auf keinen Fall Raupen oder Nester!

1. Eichenprozessionsspinner erkennen
Am Stamm, in Astgabeln oder an Ästen von Eichen sieht man die typischen Gespinstnester, der in Familienverbänden lebenden Raupen.

2. Gesundheitliche Gefahren
Die gesundheitlichen Gefahren gehen von den feinen Brennhaaren der Raupen aus, die mit Widerhaken versehen sind und ein Eiweißgift (Thaumetopoein) enthalten. Bei Kontakt kann es zu allergischen Reaktionen kommen, wie z.B. Juckreiz, Hautausschlägen, Reizungen der Augen oder Bindehautentzündungen.
Einatmen kann zu Reizungen der oberen Atemwege führen. Allergiker können auch heftiger reagieren, z.B. mit Asthma, Schüttelfrost oder, im seltenen Extremfall, einem allergischen Schock.
Bei ungünstigen Witterungsbedingungen können sogar ohne direkten Kontakt Probleme auftreten, da die Härchen leicht brechen und sich durch die Luft verbreiten können.

3. Verhalten während des Spiels
Meiden Sie befallene Bereiche. Berühren Sie auf keinen Fall Raupen oder Nester. Eine entsprechend umsichtige Verhaltensweise führt zu einer wesentlichen Minimierung der gesundheitlichen Gefahr.
Liegt der Ball im Bereich von befallenen Bäumen, kann auch ohne besondere Kennzeichnung der betroffenen Stellen nach Regel 16.2b „Gefährdung durch Tiere“ straflose Erleichterung genommen werden.

4. Verhalten bei unfreiwilligem Kontakt
Wenn Sie Symptome an sich oder anderen bemerken ergreifen Sie folgende Maßnahmen:
• Nicht kratzen oder reiben • Sichtbare Raupenhaare mittels eines Klebebandes entfernen • Sofort Kleidung wechseln • Unverzüglich duschen und Haare waschen • Kleidung bei 60 Grad waschen
Bei Auftreten stärkerer Beschwerden oder größerer gesundheitlicher Probleme wie z.B. Atemnot unbedingt einen Arzt aufsuchen und diesen auf den Kontakt mit den Raupen hinweisen. Bei geringerer Ausprägung von Hautirritationen bilden sich diese auch unbehandelt zurück.